Deutscher Wado Cup 2006

In Merseburg (Sachsen-Anhalt) fanden wie schon im vergangenen Jahr die Deutschen Meisterschaften der Karate-Stilrichtung Wado-Ryu statt. Im Wado-Ryu, wo vorrangig nur gekämpft wird, fühlten sich die Brandenburger zu Hause.

Nachwuchs holt Pokale und Medaillen

Katja Mosow holte bei den Schüler über 50 kg im 8 Mann starken Starterfeld den dritten Platz. Tobias Lorenz (Schüler bis 35 kg) gewann seinen ersten Kampf mit 3:0, verlor aber den nächsten Kampf und wurde über die Trostrunde dritter.

Nicht anders erging es Lena Ribguth (Schüler bis 50 kg). Sie war von ihrer Erstrundengegnerin überrascht worden und konnte sich aber über die Trostrunde noch den dritten Platz erkämpfen.

Ihre Schwester Lisa konnte bei der Jugend bis 50 kg mit einem Vizetitel die Heimreise antreten. Sie verlor nur das Finale gegen Duygu Bugur (Banzei Berlin) mit 1:4.

Ebenfalls in der Jugend weiblich konnte Victoria Lilienthal mit einem dritten Platz nach Hause fahren. Allerdings in der Gewichtsklasse bis 60 kg. Nach ihrer Auftaktniederlage, kam sie im Kampf um Platz drei, zu einem knappen 1:0 Sieg über Nadine Bartel vom Karate-Institut Halle.

Den einzigen deutschen Wado-Ryu Titel gewann an diesem Tag Marvin Mauer. In dieser Kategorie startete auch sein Vereinkamerad Daniel Kschammer. Daniel gewann seine erste Begegnung gegen Johannes Wollmerstaedt (Radebeul) mit 6:3. Dann verlor er knapp mit 1:2 gegen Luciano Silvestrini aus Berlin. Im Kampf um Platz drei lies er nichts mehr anbrennen und gewann gegen den Potsdamer Maurice Fierling mit 3:1.

Nach dem Marvin die erste Runde gegen John Nowotny (Halle) gewann, schlug er in der zweiten Runde auch Engin Yalcin (Banzei Berlin) mit 2:1. Mit seiner an diesem Tag sehr defensive Kampfweise stand er im Finale Luciano Silvestrini gegenüber. Nach dem er seine knappe 3:2 Führung über eineinhalb Minuten verteidigen konnte, kassierte er kurz vor Schluss noch den Ausgleich und musste in die Verlängerung. Aber er lies sich von dem Italiener nicht beeindrucken und konterte ihn ab und holte sich damit den ersten deutschen Meistertitel.

Die anschließenden Mannschaftskämpfe hielten auch noch eine Überraschung parat. Schüler Mannschaft (Tobias Lorenz, Daniel Kschammer, Marvin Mauer) gewann ihre erste Begegnung gegen Seiwakai Meißen die zuvor KIH Halle 2 rausgeworfen hatten vorzeitig mit 2:0. Im anderen Pool setzte sich der Spitzenclub von Banzei Berlin durch. Im Finale trennte sich Marvin unentschieden, Tobias verlor und der für Daniel eingesprungene Ersatzmann Maurice Fierling war mit seinem Gegner völlig überfordert und verlor ebenfalls. Die Brandenburger wurden Vizemeister.

Bei der weiblichen Jugendmannschaft wurden Lisa Ribguth und Victoria Lilienthal an den sächsischen Verein Seiwakai Meißen ausgeliehen. Durch die Auslosung standen in der ersten Runde gleich die eigenen Kaderathleten des Landes Brandenburg als Gegner fest. Sarah Kuddel (Meißen) verlor gegen Laura Bustian mit 3:6.

Nun lag es an Lisa die Begegnung mit einem Sieg offen zu halten oder eine Niederlage zu beenden. Aber das einzige was sie beendete, waren die Träume der Potsdamer von einem vorzeitigen Sieg. Lisa führte die international erfahrene und zwei Jahre ältere Antje Horn regelrecht vor. Sie gewann glatt mit 6:1. Nun hätte in der dritten Begegnung ein Unentschieden gereicht, um die erste Mannschaft aus dem Rennen zu werfen. Dies wäre eine Blamage geworden.

So verhinderte leider die Unsportlichkeit der letzten Potsdamerin Aniko Z. die Sensation. Die angeblichen zu harten Treffer von Victoria an die Potsdamerin, hatten Vicky so provoziert, dass dann wirklich härter traf als erlaubt ist. Dafür bekam Aniko dann Strafpunkte zugesprochen und gewann den Kampf unverdient mit 3:5. Im Kampf um Platz drei besiegten dann die Brandenburger die Vertretung aus Halle vorzeitig mit 2:0.

Den zweiten Deutschen Meistertitel im Wado-Ryu gab es in den Schüler Mannschaft der Mädchen. Katja Mosow, Lena Ribguth und Anna Leo stellten die Mannschaft. In dieser Reihenfolge starteten sie auch. Zuerst wurde Halle vorzeitig mit 2:0 besiegt. Katja legte mit 5:0 vor und Lena beendete diese Begegnung mit ihrem 3:0 Sieg. Im Finale stand man dann Banzei Berlin gegenüber.

Ein wenig Respekt hatte man schon vor dem Namen. Aber als Katja wieder mit 5:0 gewann bahnte sich eine Überraschung an. Sehr konzentriert ging Lena in ihren Kampf. Sie holte in der Anfangsphase einen Punkt, den sie trotz des erhöhten Drucks der Berlinerin über zwei Minuten verteidigen konnte. Damit gelang der jungen Mannschaft die in ihrem ersten Schülerjahr ist, eine faustdicke Überraschung.

Allen Platzierten gratuliert der Vorstand recht herzlich. Alle Informationen zum Karatesport sind unter www.ktm-brb.de abrufbar oder können auch telefonisch erfragt werden unter 0177-7125720.

Andy Laube


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